In diesem Artikel wird die Handhabung von Apple-Hardware beschrieben, die vor 2018 und nach 2020 erschienen ist. In der Zwischenzeit gab es Geräte mit dem so genannten T2-Chip, für die es einen separaten Artikel gibt.
Die Website EveryMac.com ist gut, um die Spezifikationen und Baujahre der Geräte rauszubekommen. Apple-User können die App Mactracker nutzen.
Die Information, welches Modell man vor sich hat, findet man ganz klein auf der Rückseite des Geräts, z. B. A1398 (EMC 2910). Apples Modellidentifizierung (z. B. 12,1) kann man sich nach der Installation von Linux Mint anzeigen lassen über:
inxi -Fxxrza
Bei allen Apple-Geräten sollte vor der Spende darauf hingewiesen werden, dass sie von eventuellen Geräte-Managements entbunden sind und auch keine Apple iCloud/Wo ist?-Sperre mehr vorhanden ist! Ansonsten sind gerade die neueren Geräte für uns unbrauchbar und können auch nicht korrekt gelöscht werden bzw. muss dann zwingend eine physische Zerstörung des Datenträgers erfolgen.
Diese Geräte lassen sich wie jedes anderes andere Gerät installieren. Auch die Löschung der Datenträger sollte wie üblich funktionieren. WLAN-Adapter sollten meistens funktionieren, ansonsten hilft erst einmal ein LAN-USB-Adapter, um unser Nach-Installations-Script laufen zu lassen. Danach sollte der WLAN-Adapter funktionieren. Kamera, Mikrofon und Audio-Ausgabe müssen häufig manuell angegangen werden.
Am besten gibt man die Modellbezeichnung mit dem Problem in eine Suchmaschine der Wahl ein, z. B.:
Linux Mint MacBookPro 12,1 Webcam/Microphone/Sound/WiFi not working
Dann sucht man in Foren nach einer Lösung. Meist finden sich dort konkrete Befehlsabläufe, fast immer muss jedoch noch git installiert werden.
sudo apt install git
Ein Beispiel für ein 2015er MacBook Pro, bei dem die Kamera nicht funktioniert: Web Cam on my Linux Mint is inoperative
Bei manchen Geräten/macOS-Versionen scheint es wichtig zu sein, ein Firmware-Passwort einzurichten, damit der Rechner nach der Linux-und Skript-Installation keine Fehler aufweist. Dazu während des Abspielens des Startsounds bzw. der Anzeige des Apple-Logos die Tasten CMD+R halten, damit der Mac in den Recovery-Modus startet → Menüzeile → Utilities → Startup Security Utility → Firmware Password aktivieren, z. B. oem1. Das Passwort am besten auch mit auf den Inventaraufkleber schreiben, damit spätere Änderungen am Gerät möglich sind.
Die meisten Geräte sind der schlimmste Albtraum, um sie für unsere Zwecke zu nutzen. Neben der mangelhaften MacBook-Tastaturen aus dieser Zeit, funktioniert oft nicht mal die Audio-Ausgabe und das WLAN. Eine ältere Übersicht für MacBook Pros, was geht und was nicht, gibt es hier: State of Linux on the MacBook Pro 2016 & 2017
Ich würde empfehlen, folgende Geräte gar nicht erst anzunehmen oder als reine Schreibmaschine einzuplanen: MacBookPro13,1 (A1708, EMC 2978, 13", 2x USB-C), 13,2 (A1706, EMC 3071, 13", 4x USB-C), 13,3 (A1707, EMC 3072, 15", 4x USB-C), 14,2 (A1706, EMC 3163, 13", 4x USB-C), 14,3 (A1707, EMC 3162, 15", 4x USB-C)
Beim 2017er MacBookPro14,1 (A1708, EMC 3164, 13", 2x USB-C) funktioniert das WLAN nativ und Ton, Mikrofon und Kamera kann man per USB zum Laufen bekommen. Da es aber nur zwei USB-C-Schnittstellen hat und davon eine zum Laden gebraucht wird, ist für alle Funktionen ein Hub nötig, was bisher ungetestet ist. Ein USB-Headset als Zubehör löst zumindest zwei der drei fehlenden Funktionen.
Das MacBookAir7,2 von 2017 (A1466, EMC 3178) hat keinen T1-Chip und ist nicht betroffen – ebenso 2017er iMacs. Mac mini und Mac Pro gab es zu dieser Zeit keine.
Sicheres Löschen der Daten: Einen Intel-basierten Mac mithilfe des Festplattendienstprogramms löschen
Siehe T2 Macbooks und Linux.
Seit 2020 stattet Apple seine Mac-Computer und ausgewählte iPads mit selbst entwickelten, auf einer ARM-Architektur basierenden SoCs aus – den Apple-M-Chips oder auch Apple Silicon genannt. Bisher (Stand Oktober 2026) gibt es keine Möglichkeit, Linux Mint auf diesen Geräten zu installieren.
Das Projekt Asahi Linux ist jedoch seit längerer Zeit damit beschäftigt, Computer mit Apple-M-Chips Linux-tauglich zu machen. Auf Geräten mit M1- und M2-SoCs lässt sich derzeit relativ gut ein spezielles Fedora-System zum Laufen bringen. Allerdings werden nicht alle Hardware-Funktionen unterstützt, wie bspw. TouchID. Beim iMac und Mac Pro funktionieren zudem die Lautsprecher und Mikrofone (noch) nicht. M3 und nachfolgende SoCs werden bislang noch weitaus schlechter unterstützt.
Darum hat sich der Verein im März 2025 während einer Vorstandssitzung darauf geeinigt, dass die Computertruhe solche Geräte mit macOS herausgeben kann, sofern noch Software-Updates von Apple geliefert werden. Die ältesten Geräte mit M1-Chip werden voraussichtlich noch bis 2028 neue macOS-Hauptversion erhalten und werden danach vermutlich noch zwei bis drei Jahre mit kritischen Sicherheitsupdates versorgt werden.